Predigt zu Pfingsten

Die meisten unserer großen kirchlichen Feste haben ihren Ursprung im Glauben Israels.
Die Feste des alttestamentlichen Volkes Gottes wiederum gründen in Feiern der Naturreligionen. So trägt auch das Pfingstfest den Reichtum einer langen Geschichte.
Dadurch erhalten unsere christlichen Feste eine tiefe Verankerung, die letztlich in der Sehnsucht aller Menschen gründet. Sehen wir also das Pfingstfest näher an: es ist von seinem Ursprung her ein Erntefest. Bereits im Monat Mai kam im heißen Palästina das Getreide zur Reife. Genau an diesem Erntedankfest trafen sich in Jerusalem ganz Massen von Pilgern. Von überall kamen sie her und wollten Gott ihre Dankbarkeit zeigen. Und mitten in dieses Geschehen hinein beschreibt Lukas in seiner Apostelgeschichte das Neue, das Außerordentliche. Eine kleine Schar von Jüngern war betend zusammen.
Fast wie eine verschworene Gemeinschaft. Hin und her gerissen zwischen Angst und Hoffnung. Doch dann geschieht plötzlich an ihnen das Wunder, das sie als den Einbruch des Gottesgeistes erfahren: sie, die Verängstigten, stoßen die Türen auf, lassen alle Angst und Verzagtheit hinter sich, gehen mitten hinein in das Getümmel, hinein in eine Masse von Menschen, von denen sie annehmen mussten, dass man sie nicht versteht, ja sogar ablehnt.

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